Natur und Garten

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Gewässer

Landschaftsprägendes Element im Inselpark ist das Wasser. Viele der Teiche, Kanäle, Wettern und Bracks sind Teil eines komplexen Systems zur Wasserstandsregulierung auf der Elbinsel.

Wassermanagement auf der Elbinsel 

Auch wenn man es nicht gleich merkt, Wilhelmsburg ist eine Insel. Sie ist sogar die größte Flussinsel Deutschlands. Nach Wilhelmsburg gelangt man nur durch Tunnel, über Brücken oder mit der Fähre, denn der Stadtteil ist von der Norder- und der Süderelbe umschlossen. Große Teile von Wilhelmsburg liegen nur einen Meter über dem Meeresspiegel. Das mittlere Hochwasser der Elbe liegt aber mittlerweile bei 2,20 m über dem Meeresspiegel. Ohne Deiche würde der Stadtteil zweimal am Tag von der Elbe überflutet. Deshalb ist der Umgang mit dem Wasser überlebenswichtig. 

Elsa-Bromeis-Kanal mit Baumallee und ruhigem Wasser im Inselpark Hamburg
© Marlene Hoberger

Elsa-Bromeis-Kanal 

Der Kanal gehört zu den Kleingewässern, die im Zuge der Internationalen Gartenschau ausgebaut wurden. Er ist aus einem Entwässerungsgraben entstanden und verbindet den nördlich des Inselparks gelegenen Bürgerhaus-See mit dem Kuckucksteich, dem Mahlbusen und dem Kükenbrack. Im Zuge der Gartenschau wurde ein Kanurundkurs daraus. Das hätte die Namensgeberin Elsa Bromeis sicherlich gefreut. Sie war in den 1930er und 40er Jahren eine international erfolgreiche Hamburger Kanutin. Der Kanal dient jedoch nicht nur dem Freizeitvergnügen, wie das Stauwerk vor der Brücke verrät. Er ist weiterhin Teil des Be- und Entwässerungssystems, das sich über die gesamte Insel Wilhelmsburg zieht. 

Kuckucksteich mit Seerosen und Holzsteg im Inselpark Hamburg
© Marlene Hoberger

Kuckucksteich 

Der Teich entstand in den 1970er Jahren aus dem Kuckucksbrack, das zu einem größeren Gewässer erweitert wurde. Die hölzernen Schwimmbarrieren im Wasser begrenzen die Kanustrecke und schützen die Teichrosen und die Uferröhrichte mit den Vogelbrutplätzen. Für die Wasservögel sind die Hölzer ein beliebter Rastplatz.  

Kükenbrack 

Bracks sind typische Gewässer der Unterelbe. Diese Gewässer sind bei Deichbrüchen während Sturmfluten entstanden. Das Elbwasser strömte mit so hoher Geschwindigkeit herein, dass das dahinter liegende Land durch die Strudel des Hochwassers ausgehöhlt wurde. So entstanden steile Ufer. 

Mahlbusen mit Schöpfwerk 

Das Schöpfwerk Kuckuckshorn am Südwestufer des Mahlbusen ist eines von neun Schöpfwerken in Wilhelmsburg, die den Wasserpegel im Gleichgewicht halten.  

Mahlbusen und Schöpfwerk bilden eine Einheit. Im Mahlbusen sammelt sich überschüssiges Regenwasser aus den Wettern und kleineren Entwässerungsgräben. Wird ein bestimmter Pegelstand überschritten, fließt das Wasser in die südlich anschließende Wilhelmsburger Wettern und über die Deichsiele ab. Bei Hochwasser in der Elbe und bei anhaltendem Regen sind die Tore der Siele geschlossen. Dann muss das Wasser über das Schöpfwerk herausgepumpt werden. Dies geschieht mittels unterirdischer Rohre in den nächstgelegenen Elbarm, den Reiherstieg. Bei anhaltender Trockenheit fließt das Wasser in umgekehrte Richtung: sinkt der Pegelstand in Wilhelmsburg wird Wasser aus der Elbe ins Gebiet geleitet. Das ist überlebenswichtig, denn zu wenig Wasser gefährdet die Stabilität von Gebäuden und vernichtet Lebensräume von feuchtigkeitsliebenden Tieren und Pflanzen. 

 

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